EU Treaty

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Mir ist bei der Durchsicht des EU-Treaty ein wenig etwas aufgefallen, das ich gerne zur Sprache bringen möchte. Also zwei Punkte.

  1. Nach dem EU-Treaty ist die Schweiz Mitglied. Das stimmt "real" nur bedingt. Die Schweiz hat mit der EU ein Luftverkehrsabkommen geschlossen, das die 1. bis 7. Freiheit garantiert und nach einem gewissen Zeitablauf Verhandlungen über die 8. und 9. Freiheit (Kabotage) zulässt; bis dato wurden solche Rechte aber nicht gewährt. Konsequenz: Folgende Flüge funktionieren in AS mit Passagierrechten, gingen real jedoch nicht:
  • Eine schweizerische Airline fliegt ZRH-FRA-TXL. FRA-TXL ist ein Kabotage-Flug, für den real keine Rechte bestehen. Hingegen ginge ZRH-FRA-CDG (FRA-CDG ist international, tangiert also die 5./7. Freiheit)

  • Umgekehrt funktioniert bei einer deutschen Airline FRA-ZRH-GVA nicht. Für den Flug ZRH-GVA (innerschweizer Flug, Kabotage) bestehen keine Flugrechte.

  1. Die EU hat mittlerweile etliche horizontale Abkommen mit Drittstaaten geschlossen. Diese gewähren im Wesentlichen (Ausnahmen vorbehalten) die gleichen Rechte wie das Luftverkehrsabkommen Schweiz-EU, also die 1. bis 7. Freiheit, ohne Kabotage. Solche Abkommen bestehen m.W. unter anderem mit Armenien, Marokko und der Türkei. In den AS werden diese horizontalen Abkommen jedoch nicht berücksichtigt (von der Schweiz abgesehen).

Darum meine Frage bzw. mein Vorschlag: Könnte man hier nicht eine Anpassung an die realen Umstände vornehmen? Denn der Umfang der horizontalen Abkommen ist ja glücklicherweise noch einigermassen beschränkt.

Falls diese Vorschläge schon kamen, verworfen wurden oder was auch immer: Tut leid. :)

EDIT: Für alle, die mit diesen Freiheiten nicht soviel anfangen können, hier eine Infografik: http://www.bazl.admin.ch/fachleute/flugbetrieb/00326/00649/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdIB2e2ym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--

Erst mal vielen Dank für deine Mühen bei den Recherchen,

aber ich denke das eine weiterere Vertiefung des EU-Treaty momentan zu aufwendig ist. Dann müssten auch konsequenterweise alle Bilateralen Sonderregelungen der weiteren Länder berrücksichtigt werden (Swiss und AUA als töchter einer deutschen Holding, Singapore Air Flug FRA-JFK, etc.) und das würde dann zum einen einen erheblichen Programmieraufwand bedeuten, zum anderen gerade für Gelegenheitsspieler und Neueinsteiger zur Belastungsprobe werden.

Letztlich ist es ja auch eine öknomische Frage (Pareto-Effizienz?). Wem nützt die Umsetzung dieser Regelung und wem schadet sie UND sind nach dem ergebnis mehr Leute besser dran als vorher ohne das jemand übermäßig zu Schaden kommt ?

EDIT und Post weg. ;)

Tut mir leid, ich nahm den Mund voller, als es hätte sein dürfen. Es gibt in der Tat nur relativ wenige CAA-Abkommen (Common Aviation Area), die bereits in Kraft stehen und somit überhaupt Berücksichtigung finden könnten. Verhandelt wird jede Menge, aber verhandelt ist nicht beschlossen.

Folgende CAA-Abkommen sind derzeit bereits in Kraft:

Zwischen der EU und

  • Georgien

  • Marokko

  • Balkanländer (Kroatien, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina, Albanien, Serbien, Kosovo)

Spezialabkommen: Schweiz und USA

  • Moldavien steht kurz vor dem Abschluss. Mit weiteren Ländern bestehen fortgeschrittene Verhandlungen.

Also, das ist der Stand der Dinge.

Um es also nicht zu kompliziert zu machen: Die Kabotage im Verhältnis EU-Schweiz sollte weg. Das wäre schonmal ein Anfang. :)