Google Analytics

Liebe Teammitglieder,

Offenbar nutzt AS Google Analytics. Es wäre vielleicht besser, wenn wir die Datenkrake nicht unterstützen, wo es nicht notwendig ist.

Beste Grüße

Es steht jedem frei, sich durch entsprechende technische Gegenmaßnahmen gegen GA zu "wehren".

Aus unserer betrieblichen Sicht bietet GA aber einen erheblichen Mehrwert, auf den wir nicht verzichten wollen.

"Wir wissen, wo du bist. Wir wissen, wo du warst. Wir wissen mehr oder weniger, worüber du nachdenkst", sagte Schmidt, als er noch Google-Chef war.

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article127367836/Google-greift-ins-Herz-der-deutschen-Wirtschaft-ein.html

Hab jetzt mal einen Blocker aktiviert.

Viele Grüße

Es steht jedem frei, sich durch entsprechende technische Gegenmaßnahmen gegen GA zu "wehren".

 

Aus unserer betrieblichen Sicht bietet GA aber einen erheblichen Mehrwert, auf den wir nicht verzichten wollen.

Nein, andersherum wird ein Schuh draus. AS hat sich als dienstanbieter zunächst an das TMG und BDSG zu halten und mich hiernach a) über den Einsatz in einer Datenschutzerklärung zu informieren, die auch jederzeit abrufbar sein muss, b) meine ausdrückliche Einwilligung einzuholen, c) mir ein jederzeitiges Widerrufs- bzw. Widerspruchsrecht einzuräumen … nicht ich muss Maßnahmen dagegen treffen. Zumal die Übermittlung der Daten in die USA rechtlich nicht zulässig ist, jedenfalls nicht ohne Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung (was juristischer Quatsch ist, aber die Aufsichtsbehörden so fordern). Und wenn ich euch ärgern will, mach ich mal einen auskunftsanspruch geltend, da habt ihr Spaß mit. :smiley:

Die Aufsichtsbehörden prüfen übrigens zur Zeit den Einsatz von Google Analytics und Co. in Bayern haben die sogar eigens eine Software dafür gebastelt.

Empfehlen würde ich euch mal endlich eine Datenschutzerklärung einzupflegen Indie auf Google Analytics hinweist und von überall abrufbar ist. In dem Nutzungsbedingungen und im Impressum ist die Erklärung übrigens völlig sinnfrei, da unwirksam.

Google Analytics steht zwar in der Datenschutzerklärung, da diese aber wie kritisiert unwirksam - da nicht direkt zugänglich ist - fehlt der Hinweis rechtlich gesehen tatsächlich. Ein zusätzlicher Link würde hier tatsächlich mehr Rechtssicherheit schaffen.

edit: Übrigens interessant, dass eRecht24 die Problematik in dem zum Datenschutz gehörenden Artikel zunächst erkennt, dann aber irgendwie den Faden verliert und das ganze ins Impressum packt.

Ich empfehle folgenden Artikel: http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/fachbeitraege/google-analytics-datenschutzkonform-einsetzen/

Praktisch gesehen ist der ganze Aufwand am Ende des Tages großer Käse, aber das Gesetz ist nun einmal so. Noch mehr Spaß gibt es dann mit der Umsetzung der Cookie-Richtlinie. :D

Ehrlich gesagt verstehe ich das jetzt nicht ganz. Weiß jetzt also jeder in AS wo genau ich mich gerade befinde bzw. immer mein aktuellen Aufenthaltsort ?

Gruß

Kevin

Nein nicht jeder, aber andere, vorrangig Google, erheben Daten - wo man nicht genau weiß welche - und können damit eine Vielzahl von Dingen tun, z. B. Profile erstellen. Der Aufenthaltsort wird nicht punktgenau, sondern nur in Form einer Metropolregion erfasst, was aber schon ausreichend ist. Aber man kann dich z. B. übe die IP-Adresse durch das Netz verfolgen, d. h. Nutzerprofile erstellen. Mit Cookies oder PC/Browserinformationen kann man dich auch immer personalisieren. Die Informationen die hier anfallen können sind z. T. sehr vielfältig und aus diesen kann man wiederum noch mehr Informationen gewinnen. 

Und nein, ich trage keinen Aluhut, sondern habe einfach beruflich mit dem Thema viel zu tun ... und wer meint, er habe ja nichts zu verbergen, der soll sich mal die Frage stellen warum er eine Hose trägt oder beim kacken die Tür hinter sich schließt. 

[.....] nicht punktgenau, sondern nur in Form einer Metropolregion [....] Aber man kann dich z. B. übe die IP-Adresse durch das Netz verfolgen [....]

Wohingegen jede X-beliebige (Schein-)Firma daher kommen kann und legal deine Daten beim Bürgeramt kaufen kann. Geburtstag, genaue Adresse, Alter, Geschlecht, Familienstand, frühere Adressen, etc..... kann alles legal erworben werden. Im Internet kann ich wenigstens selber darüber entscheiden, ob ich diese Daten preisgebe oder nicht. 

Im Internet geht es üblicherweise darum Werbungen zu personalisieren. Es wird natürlich auf Kosten der einzelnen Person Geld damit gemacht, aber wenigstens habe ich persönlich die Veratwortung für meine Daten während die Daten vom Bürgeramt einen sehr viel größeren Schaden anrichten können und darüber habe ich absolut keine Kontrolle.

Wer komplett Anonym im Internet sein möchte, sollte sich einen VPN Account beschaffen. 

Was soll es helfen zu relativieren? Immerhin kannst du der Datenweitergabe durch das Meldeamt widersprechen. Das kannst du bei den meisten Online-Diensten nicht. Auch zu sagen "ist ja nur für Werbung" halte ich für gefährlich. Die Profile die dort erstellt werden, sind sehr umfangreich und ermöglichen Rückschlüsse auf andere Informationen bzw. Verhaltensweisen (auch zukünftige). Wer alles Zugriff darauf bekommt, weiß man nicht. Und was ein VPN helfen soll, musst du mir erklären. Auf deine direkte Kommunikation will niemand zugreifen. Und die IP-Adresse zu verschleiern, ist auch keine Hilfe. Es gibt viel eindeutigere Merkmale. 

 Immerhin kannst du der Datenweitergabe durch das Meldeamt widersprechen. 

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass das leider nicht so einfach möglich ist. Es nennt sich Auskunftssperre und muss schriftlich und ausführlich Begründet werden. Diese Begründung wird dann an einen Sachbearbeiter beim Bürgeramt geschickt , welcher dann die Entscheidung trifft ob deine Ausführungen für ihn ausreichen oder nicht. 

Ein "ich will nicht dass jemand meine Daten bekommt" reicht absolut nicht. Üblicherweise wird einer Auskunftssperre bei Stalkingfällen o.Ä. statt gegeben, aber auch nicht ohne weiteres. Man will dann ein Psychologisches Gutachten oder Nachweise von der Polizei. Du hast keine volle Kontrolle über deine Daten. Weder im Internet noch an anderer Stelle.

Und was ein VPN helfen soll, musst du mir erklären. Auf deine direkte Kommunikation will niemand zugreifen. Und die IP-Adresse zu verschleiern, ist auch keine Hilfe. Es gibt viel eindeutigere Merkmale. 

Ein VPN hilft bei den von dir aufgeführten Punkten:

 Der Aufenthaltsort wird nicht punktgenau, sondern nur in Form einer Metropolregion erfasst, was aber schon ausreichend ist. Aber man kann dich z. B. übe die IP-Adresse durch das Netz verfolgen, d. h. Nutzerprofile erstellen..

Google Analytics ist für einen "Normal-Nutzer" nicht weiter kritisch - da gibt es deutlich unangenehmere Zeitgenossen, die ihre Daten viel präziser und detaillierter Sammeln und denen die meisten ihre Daten auch noch gerne zur Verfügung stellen - von Bonus-Systemen und Kundenkarten über Mitgliedschaften in Interessensvereinigungen, Teilnahme an Umfragen/Gewinnspielen etc. Google Analytics gibt den Betreibern von Webseiten aber sehr nützliche Informationen, die wiederum auch nur aggregiert genutzt werden. Der Einsatz von Analytics ist dabei bei unseren strengen Datenschutzregeln sogar erlaubt unter Einhaltung von Auflagen, die wir m.M. nach auch alle erfüllen.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass das leider nicht so einfach möglich ist. Es nennt sich Auskunftssperre und muss schriftlich und ausführlich Begründet werden. Diese Begründung wird dann an einen Sachbearbeiter beim Bürgeramt geschickt , welcher dann die Entscheidung trifft ob deine Ausführungen für ihn ausreichen oder nicht. 

Ein "ich will nicht dass jemand meine Daten bekommt" reicht absolut nicht. Üblicherweise wird einer Auskunftssperre bei Stalkingfällen o.Ä. statt gegeben, aber auch nicht ohne weiteres. Man will dann ein Psychologisches Gutachten oder Nachweise von der Polizei. Du hast keine volle Kontrolle über deine Daten. Weder im Internet noch an anderer Stelle.

Versuche es in einem Jahr noch einmal, dann wird es einfacher. Ich war der Meinung, dass das Bundesmeldegesetz schon ab diesem Jahr gelte. Tritt aber erst im nächsten Jahr in Kraft. Aktuell ist das noch Landesrecht und da ist es tatsächlich unterschiedlich geregelt. Bayern hat z. B. ein Widerspruchsrecht für einfache Registerauskünfte, Hessen zwar auch, aber da muss man wie von dir beschrieben schutzwürdige Interessen nachweisen; war mir so nicht bekannt. 

Ein VPN hilft bei den von dir aufgeführten Punkten:

Ein VPN verhilft dir aber nicht zur Anonymität im Netz. Identifizierbar bleibst du weiterhin, wenn auch über andere Merkmale, Stichwort Browser-Fingerprint und die dazu nötigen Daten erheben viele Webseitenbetreiber schon fast standardmäßig, auch Google Analytics. Da bringt dir ein VPN recht wenig. 

Google Analytics ist für einen “Normal-Nutzer” nicht weiter kritisch - da gibt es deutlich unangenehmere Zeitgenossen, die ihre Daten viel präziser und detaillierter Sammeln und denen die meisten ihre Daten auch noch gerne zur Verfügung stellen - von Bonus-Systemen und Kundenkarten über Mitgliedschaften in Interessensvereinigungen, Teilnahme an Umfragen/Gewinnspielen etc. Google Analytics gibt den Betreibern von Webseiten aber sehr nützliche Informationen, die wiederum auch nur aggregiert genutzt werden. Der Einsatz von Analytics ist dabei bei unseren strengen Datenschutzregeln sogar erlaubt unter Einhaltung von Auflagen, die wir m.M. nach auch alle erfüllen.

Warum neigt man beim Thema Datenschutz eigentlich dazu alles zu relativieren? Klar gibt es schlimmere Sachen, das macht Google Analytics aber nicht besser oder weniger kritisch. Die Datenschutz-Aufsichtsbehörden sehen das Thema jedenfalls durchaus als kritisch an. Bei Bonus-Systemen kann ich mich jedenfalls entscheiden ob ich da mitmachen möchte oder nicht. Google-Analytics wird mir dagegen aufgezwungen. Auch ist es falsch die Datenverarbeitung nur in dem zu sehen, was ihr in eurem Backend seht. Was passiert mit den Daten bevor sie aggregiert werden? Was tut Google vorher mit den Daten bzw. parallel? Das weiß niemand außerhalb von Google so genau. Und jetzt komm mir nicht mit [i]"dann nutze die Seite einfach nicht"[/i], denn das ist Quatsch, weil meine Daten ja schon erhoben wurden sind, bevor ich überhaupt die Wahl hatte. 

Und nein, ihr erfüllt die gesetzlichen Vorgaben nicht. Ihr nutzt zwar anonnymize_ip, ja, aber das entbindet euch nicht von der Pflicht in einer wirksamen Datenschutzerklärung über die Verwendung aufzuklären. Und in den AGB bzw. im Impressum ist diese jedenfalls nicht wirksam, da gibt es auch keinen großen Meinungsstreit, das TMG ist da recht eindeutig.

Eine wirksame Datenschutzerklärung ist im Impressum vorhanden - mit explizitem Absatz zu Google Analytics und darin wie von den federführenden Datenschützern mit Google verhandelt und genehmigt und als ausreichend definiert der Link auf das Browser-Plug-In:

http://www.simulogics.net/impressum/

Da Du das Telemediengesetz anschneidest - wenn Du eine Erkenntnis über weitere Bestimmungen hast, wären wir über eine kurze Information an datenschutz@simulogics.net dankbar. Wir sind selbstverständlich bemüht dem Datenschutz gerecht zu werden!