Flugplanübertragung an Tochterunternehmen

Moinsen,

erstmal wünsche ich euch ein schönes Osterfest.

Genießt die freien Tage.

Ich wollte einmal wissen, ob es eurer Meinung nach Sinn ergibt, Teile des Flugplans an eine Tochter zu übergeben. Ich denke darüber nach eine regionale Tochter zu eröffnen, für nationale feeder-flüge.

Damit würde dann der Hauptteil der internationalen Flüge durch diese Tochter gefeedet werden. Hat jemand Erfahrung damit gemacht, ob das auch zuverlässig funktioniert? In der Theorie geht das, aber wie sieht es in der Praxis aus. Was muss ich beachten, wenn ich das so machen möchte?

Tatsächlich würde ich mich hier gerne anschließen. Wie sieht die Best Practice aus?

(Eigentlich schade, dass es von AS dazu keine Mechanik gibt)

ich glaube, die beiden Beiträge gehen in leicht unterschiedliche Richtungen.

Es gibt keine AS Möglichkeit, Flüge an eine Tochter zu übertragen. Dies muss somit händisch erfolgen, in dem man die Flüge bei der Tochter manuell einplant und ggfs. die “alten” Flüge bei der anderen Airline einstellt.

Zu der Frage, ob es Sinn ergibt bzw. praktisch funkioniert, mit einer Tochter die Langstrecke zu feeden:

Es ist ein ganz reguläres Interlining zwischen den eigenen Airlines wie auch mit anderen Airlines. Das funktioniert somit völlig unproblematisch und ist nicht anders als Anschlussflüge mit der gleichen Airline.

Ob es Sinn ergibt, hängt von mehreren Faktoren ab. Zu beachten sind die zusätzlichen Kosten durch das IL selber, das zusätzliche Personal durch Station Staff, Overhead, etc. Auch ist es so aufwendiger, sollte man Flüge auf anderes Gerät übertragen wollen.

Es bringt Vorteile, wenn man derart viele Flüge hat, dass die Flugnummern ausgehen. Auch kann es ggfs. bei der internen Organisation helfen, sollte man verschiedene Bepreisungs-/Servicekonzepte fahren wollen. Auch kann eine Tochter der Risikominimierung dienen. Sollte man etwas neues/gewagtes ausprobieren und die Tochter geht pleite, wird nicht gleich die Hauptairline mitgerissen.

Auch wird als Argument für eine Tochter gerne die erhöhten Wartungskosten genannt. Diese greifen ab der vierten Wartungskategorie innerhalb des gleichen Unternehmens und betragen 15% Erhöhung (auf die gesamten Wartungskosten, also auch die ersten drei Kategorien). Da durch eine Tochter jedoch eine reihe neuer Kosten entstehen, ist die vierte Wartungskategorie häufig kein valides Argument. 15% extra auf in der Regel nur 7-10% der Gesamtkosten (ungefährer Anteil der Wartungskosten an den Gesamtkosten) machen am Ende im Controllable Profit einen Unterschied von ca. 1 bis 1,5%.

Das alles hält mich persönlich oft nicht davon ab, eine Tochter zu gründen, ob entweder nationale oder dezentrale Flugpläne von der Muttergesellschaft abzugrenzen. Ist aus wirtschaftlicher Sicht aber in der Regel nicht sinnvoll und bedient nur meine Immersion.

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