Maschinenevaluierung

Einigen Spielern war aufgefallen, dass ich beim Maschinenevaluierungstool (MET) vergessen hatte, die neuen Sitze zu integrieren. Als ich dies heute fixen wollte fiel mir recht schnell auf, dass das nicht nur schwierig ist (die neuen Konfigurationen sind deutlich komplexer und variabler als die alten), sondern dass es eigentlich auch nur begrenzt Sinn macht.

Kurz zum Hintergrund: Das MET war ursprünglich für interne Zwecke gebaut worden und hatte dafür eine sehr spezifische Ausrichtung. Als wir dann merkten, dass auch Spieler dieses Tool u.U. gut gebrauchen könnten, haben wir es mehr oder weniger ohne Anpassungen veröffentlicht, weswegen es einige "Unschönheiten" aufweist.

Mit dem MET will man verschiedene Modelle auf einer Strecke vergleichen. Letztendlich interessiert einen, wie hoch die Produktionskosten insgesamt und pro Leistungseinheit sind. Momentan sind diese Leistungseinheiten lediglich Passagiersitze verschiedener Größe, und zwar in reiner 1-Klassen-Bestuhlung. Fracht wird nicht berücksichtigt und reine Frachtflieger können grundsätzlich nicht verglichen werden. Die Auswahl des Preises und die entsprechende Berechnung des Ergebnisses ist eigentlich überfüssig, denn letztlich ist die Marge bei Maschinen mit niedrigeren Kosten pro Einheit grundsätzlich höher als bei solche mit höheren Kosten. Der Einfluss der Kapitalkosten ist intransparent und sehr pauschal.

Ich frage mich also, ob die aktuelle Präsentationsform überhaupt noch Sinn macht und wie man das Tool umbauen könnte um 

  1. auch Fracht besser erfassen zu können (sowohl als alleinige Nutzlast als auch im Mix mit Passagieren) 
  2. das Tool nicht "allwissend" zu machen, so dass man selbst keinerlei Vergleiche mehr anstellen muss
  3. die Ergebnisse insgesamt aussagekräftiger zu machen
  4. den Entwicklungsaufwand in Grenzen zu halten

Zu letzterem Punkt sei schon mal gesagt, dass eine Auswahl und Verwendung tatsächlicher Bestuhlungskonfigs eigentlich nicht in Frage kommt, da momentan viel zu aufwändig (wir haben genug andere ToDos).

Mich würde eure Meinung interessieren: Wie nutzt ihr das Tool? In welche Richtung würdet ihr es entwickeln?

Ich nutze das Werkzeug primär für den direkten Vergleich verschiedener Maschinen auf einer bestimmten Route, weil man nur dort einen schnelle Übersicht, beispielsweise über den Treibstoffverbrauch, erhält. Irrelevant ist für mich die Übersicht über die indirekten Kosten, weil sie dort aufgrund der unterschiedlichen Flugzahlen pro Woche eh zum Teil eklatante Unterschiede gegenüber meinem eigenen Einsatzprofil ergeben. 

Wenn ich das MET komplett nach meinen Wünschen gestalten könnte, würde ich im Grunde nur zwei wesentliche Punkte verändern. Zum einen würde ich neben Start und Ziel auch noch die Passagier-/Frachtzahl (in PAX/FE) und die Flüge pro Woche auswählbar machen (jeweils mit einem Knopf für die Maximalwerte). Dafür könnte die Sitz- und Klassenauswahl entfallen. Zum anderen würde ich Routeninformationen ergänzen, etwa die Entfernung zwischen den beiden Zielen oder die Standardpreise auf der Route, damit man sich die Arbeit mit einem zweiten Werkzeug parallel sparen kann.

Überarbeiten würde ich die Flugzeugauswahl (hier wäre eine Liste mit Mehrfachauswahl nicht schlecht, dann braucht es nicht ewig die Maschinen herauszusuchen) und die Möglichkeit, Informationen über nicht verfügbare Maschinen zu erlangen. Gerade bei älteren Mustern muss man manchmal ganz schön suchen, um überhaupt Daten für einen Vergleich zu bekommen. 

PAX: Hier nutze ich es mehr oder weniger einmalig, bei der Entscheidung zur Flottenzusammensetzung. Nach dem ich mir das aber bei cargo schon selbst zusammen gebastelt hab, mach ich das im PAX Bereich parallel auch. Das Tool dient hier für mich eher einer groben Vorsortierung. Das 1-Klassensystem finde ich dabei sperrig, finde aber nicht, dass man damit nicht auch leben kann, da das Tool ja auch Dinge offen lassen soll. Ein AS/MPL Index fände ich am hilfreichsten, der dann idealerweise cargo und PAX unterscheidet. Die Raumfrage würde ich hinten anstellen, das vereinfacht das Tool und ich glaube bei hier ist dann Raum auch selbst zu rechnen.  

CARGO: Hier habe ich das Tool lange vermisst. Auf Kurz- und Mittelstrecken ist es aus meiner Sicht eher überflüssig, auf Langstrecken sicher eine nützliche Sache, da hier die Entscheidung nicht ganz so einfach ist.

Ich finde man sollte nur mehr eine Kostenübersicht anstellen (dafür aber variablere (Mehrfach-)Auswahlmöglichkeiten (#Wartungskategorien, #wöchentlicher Flüge) und es den Spielern überlassen zu rechnen (interpretieren) ab wann Gewinne eingeflogen werden.

Warum:

Die Berechnung einer Produktivitätskennzahl wird durch die vielfältigen Bestuhlungsmöglichkeiten und komplexe Zusammenhänge im Bereich Bestuhlung/Floorspace/Nutzlast subjektiviert.

Ein objektives Ergebnis bekommt man, wenn man vergleichbare Werte vergleicht. Und meiner Meinung nach beginnt und endet es mit dem neuen Bestuhlungseditor bei den tatsächlichen Gesamtkosten.

Frachter lassen sich so auch problemlos einfügen.

Ich nutze das Tool eigentlich nur, um die Kosten unterschiedlicher Typen zu vergleichen (Wartung, Treibstoff, Gebühren etc.)

Da diese Kosten wohl korrekt aus dem System kommen dienen sie mir als Rechengrundlage. Die im MET angegebenen Preise und Margen interessieren mich nicht (da eh nicht korrekt)

Mein Vorschlag:

Da es ja einige Flugzeuge gibt, bei denen sich die Nutzlast nicht mit der tatsächlichen Kabinenkapazität deckt (siehe 737-900ER BGW) - kann also nicht einfach mit der Nutzlast gerechnet und die Kosten darüber verteilt werden.

Nun könnte man doch einfach analog zur Mindestpreisformel (wurde die auf Aspern angepasst?) über äquivalente Zahlen gehen, und sehr schön zu einem Ergebnis inkl. Fracht kommen. Natürlich ohne Berücksichtigung der individuellen direkten Kosten, aber mit den anteilig umgelegten indirekten Kosten wie bisher.

Das gesamte Layout müsste sich nicht ändern, man hätte eben nur mehr Sitztypen zur Auswahl - und natürlich könnte man wieder nur eine 1-Klassen-Konfig auswählen. Braucht's mehr? Ich glaube nicht.

Nun zur Fracht:

Das System "kennt" ja bei jeder Abfrage das mögliche Payload für die Typ-Routen Kombo aus dem Performancetool.

Fragt der Spieler jetzt einen beliebigen Sitztyp ab, dann würde das System wie bislang auch die Zahl der Sitzplätze basierend auf dessen Platzbedarf berechnen. Dieses Ergebnis*95kg ergibt das Payload Kabine (PLK). Dieses Ergebnis subtrahiert vom max. möglichen Payload (Performancetool) ergibt die verbleibende Kapazität für Fracht [(MPL-PLK)/100 = abrunden = Anzahl möglicher FE]. Abgleich rechnerische FE < tatsächliche max FE?

Das Ergebnis für Passagiere + FE wird analog zur Mindestpreisformel berechnet und ausgegeben. Eine Spalte: Kosten in $/Pax, eine zweite zu implementierende: Kosten in $/FE.

Das ganze kann man dann wie bislang wieder über eine evtl. Preiseingabe (xxx% Standardpreis) in eine Marge verwandeln.

Das Ergebnis wäre ziemlich genau und würde es auch erlauben, Frachträume mit einzubeziehen und sogar Nurfrachter (PLK=0) zu vergleichen.

Allwissend ist es nicht, da es wie bisher auch kein Catering o.Ä. berücksichtig, nur eine Einklassenkabine zulässt und weiterhin Kaptial pauschal bewertet.

Kapitalkosten könnten natürlich auch über eine Eingabeaufforderung (Leasingkosten o. Abschreibung pro Woche) individualisiert werden.

Ob programmtechnisch möglich und mit wieviel Aufwand vermag ich nicht zu beurteilen. Für mich als Programmierlaien sieht der Aufwand jedoch überschaubar aus, da zum Großteil auf vorhandenes zurückgegriffen werden kann.

Hallo Martin,

ich finde die Maschinenevaluierung grundsätzlich gut, da sich doch hier Unterschiede der Maschinen offenbaren. Wer recht schnell die "Fixkosten" (Anschaffungskosten) jeder Maschine "vergisst" (die das Bild nur finanzierungstechnisch verändern), findet schnell heraus, welche Maschine ökonomisch und welche desaströs fliegt. Makel der Evaluierung: Maschinen über 25 Jahre lassen sich leider nicht vergleichen - und es gibt Server, in denen Maschinen 30 oder 40 Jahre bzw. darüber hinaus sind - auch diese sollten evaluierbar sein, denn auch solche Maschinen sind im Einsatz (ich kann jetzt nur für Kaitak sprechen, hier gibt es mittlerweile doch mehr Spieler, die liebevoll mit "Museumsmaschinen" fliegen.

Gerade Spritverbrauch und Flughafengebühren sind die wichtigen Parameter, die sonst nur mühsam über das Performancetool zu ermitteln wären. Der Direktvergleich hingegen ist schon gut - aber nicht ganz fehlerfrei.

LG Antares

Ich versuche das mal nach Kostenkomponenten und Variablen aufzudröseln:

Flüge pro Woche

Status Quo: Dieser Faktor ist schon in sich schwierig, da er von diversen Dingen abhängt, die nicht im MET abgebildet werden können: Wartungspartner, Slot-Belegung an den genutzten Hubs (und damit die effektive Anzahl an möglich Flügen), Planungsgeschick etc. Zudem können hier je nach Strecke schon marginale Geschwindigkeitsunterschiede der einzelnen Typen zu massiven Unterschieden führen.

Denkbar Ansatz: Entweder man macht die Anzahl konfigurierbar (Vorschlag aus dem Thread) oder - das wäre meine Idee - man geht nicht mehr von Flügen aus, sondern von einer ebenfalls konfigurierbaren prozentualen Auslastung der Maschine. Der Spieler muss dann selbst entscheiden, mit welchen Auslastungen er arbeitet, kann diese ggf. auch von einzelnen Märkten und Strecken abhängig machen.

Sitzplätze/Fracht

Status Quo: Maschinen werden "sortenrein" mit einem Sitztyp aus dem alten Bestuhlungseditor gefüllt. Fracht wird nicht berücksichtigt, weshalb reine Frachter nicht zur Auswahl stehen.

Denkbarer Ansatz: Im Grunde mein ursprünglicher Vorschlag und im Thread glaube ich auch das eine oder andere Mal gebracht: Maximale Payload (MPL) errechnen, Kosten pro Kilogramm errechnen und dann auf Paxgewicht (95kg) und Frachteinheiten (100kg) hochrechnen. Alle 3 Kennzahlen kann man anzeigen (also kg-Index, Kosten/Pax, Kosten/Frachteinheit). Was ich auf jeden Fall vermeiden will ist, mit den neuen Bestuhlungen zu hantieren. M.E. sind bei automatisch generierten Standard- oder sortenreinen Konfigurationen die Werte sowieso nur bedingt vergleichbar, bei selbst angelegten wird das Interface unnötig komplex, weil man im Grunde für jeden Typ eine Bestuhlung auswählen müsste.

Direkte Kosten (Treibstoff, Handling, ATC, Landegebühren, [Wartung])

Status Quo: Kosten werden pro Flug berechnet.

Denkbarer Ansatz: Hier gibt es m.E. nicht wirklich was zu ändern.

Kapitalkosten

Status Quo: Sehr einfaches Modell, bei dem der Neupreis der Maschine für eine Standard-Leasingrate herangezogen wird, welche dann auf die Anzahl der Flüge umgebrochen wird.

Denkbarer Ansatz: Bin ich momentan etwas überfragt. Wirklich realistisch wäre das Ganze ja nur, wenn man tatsächliche Finanzierung und Beschaffungspreis zugrundelegen könnte. Andererseits ist es ähnlich den Bestuhlungen: Das ginge fast nur, wenn man pro verglichenem Modell explizit die Finanzierungsmethode, den Zinssatz, den Beschaffungspreis, das Alter etc. angeben könnte. Das geht aber vermutlich zu weit.

Besatzung

Status Quo: Es werden die aktuellen Personalkosten für die entsprechende Cockpit-Crew verwendet. Die Anzahl der F/As entspricht den Mindesanforderungen entsprechend der gewählten Sitzanzahl (1 F/A pro 50 Pax). Der Betrag wird auf die Anzahl der Flüge umgebrochen.

Denkbarer Ansatz: Staus quo grundsätzlich nachvollziehbar. Problematisch sind die F/As, da diese wieder an der Bestuhlung hängen. Aussagekraft bei einfachem "Auffüllen" ohne Verwendung tatsächliche Bestuhlungsschemata begrenzt. Ideen?

Fixkosten gesamt/pro Sitzplatz

Siehe "Sitzplätze/Fracht".

Marge

Status Quo: Anhand gewählter Klasse und Preismodifikator werden exemplarische "Marge" für gewisse Auslastungen berechnet.

Denkbarer Ansatz: Status Quo ist m.E. Quatsch, weil für die tatsächliche Marge alle mögliche Einflussfaktoren fehlen. Andererseits macht es den reinen Kostenvergleich evt. für einige etwas greifbarer. Ich wäre dennoch dafür, die Margen einfach zu entfernen. Alternativ könnte man analog zur Maschinen-Auslastung einen konfigurierbaren, prozentualen Wert einbauen, mit dem man die "Bestuhlungsdichte" grob definieren kann. Gibt man dann eine Klasse und einen Preismodifikator an, kann man mit dem Wert spielen und in etwa sehen, wo die Grenzen liegen. Der Rest ist dann Erfahrungssache bzw. Bauchgefühl (welche Preise kann ich in welcher Klasse auf welchem Markt i.a.R. verlangen?). Bin trotzdem der Meinung, dass das mit der reinen Maschinenevaluierung eigentlich nichts zu tun hat.

Denkbar Ansatz: Entweder man macht die Anzahl konfigurierbar (Vorschlag aus dem Thread) oder - das wäre meine Idee - man geht nicht mehr von Flügen aus, sondern von einer ebenfalls konfigurierbaren prozentualen Auslastung der Maschine. Der Spieler muss dann selbst entscheiden, mit welchen Auslastungen er arbeitet, kann diese ggf. auch von einzelnen Märkten und Strecken abhängig machen.

Ist das nicht letztlich das Gleiche? Ob ich angebe, ich will 48 Umläufe pro Woche machen oder ob ich angebe x% (was dann zeitlich auch auf die y Umläufe kommt). Dritte Option - ich habe es einfach nicht verstanden *g*

Denkbarer Ansatz: Im Grunde mein ursprünglicher Vorschlag und im Thread glaube ich auch das eine oder andere Mal gebracht: Maximale Payload (MPL) errechnen, Kosten pro Kilogramm errechnen und dann auf Paxgewicht (95kg) und Frachteinheiten (100kg) hochrechnen. Alle 3 Kennzahlen kann man anzeigen (also kg-Index, Kosten/Pax, Kosten/Frachteinheit). Was ich auf jeden Fall vermeiden will ist, mit den neuen Bestuhlungen zu hantieren. M.E. sind bei automatisch generierten Standard- oder sortenreinen Konfigurationen die Werte sowieso nur bedingt vergleichbar, bei selbst angelegten wird das Interface unnötig komplex, weil man im Grunde für jeden Typ eine Bestuhlung auswählen müsste.

Ist das inhaltlich richtig? Zwei Maschinen mit der gleichen Sitzplatzkapazität und MCL, aber mit unterschiedlichem MPL. Die Maschine mit dem höheren MPL würde dabei eine niedrigenen kg-Index erzielen obwohl faktisch die Kosten gleich sein können für beide Maschinen.

Kapitalkosten

Hier würde ich ggf. beim bestehenden Modell bleiben - ggf. pro Maschinentyp das Alter separat auswählen lassen um damit eine 10 Jahre Maschine X gegen eine 15 Jahre Maschine Y vergleichen zu können.

Besatzung

Beim gegenwärtigen Modell bleiben - der Rest hat wenig mit der Evaluierung von Maschinenkosten zu tun. D.h. hier gehören m.E. nur die Grundkosten rein.

Marge

Sehe ich genau so wie Du!

Denkbar Ansatz: Entweder man macht die Anzahl konfigurierbar (Vorschlag aus dem Thread) oder - das wäre meine Idee - man geht nicht mehr von Flügen aus, sondern von einer ebenfalls konfigurierbaren prozentualen Auslastung der Maschine. Der Spieler muss dann selbst entscheiden, mit welchen Auslastungen er arbeitet, kann diese ggf. auch von einzelnen Märkten und Strecken abhängig machen.

Im Grunde das gleiche, nur einmal konkret (direkte Angabe der Flüge), einmal abstrakt (hantieren mit Prozenten). In meinen Augen für eine bessere Spielbarkeit: konkret. Das abstrakte mag zwar nett aussehen, aber eine an sich einfache Sache wird unnötig verkompliziert ohne einen konkreten Vorteil zu bieten. Zumindest sehe ich keinen.

Im Grunde das gleiche, nur einmal konkret (direkte Angabe der Flüge), einmal abstrakt (hantieren mit Prozenten). In meinen Augen für eine bessere Spielbarkeit: konkret. Das abstrakte mag zwar nett aussehen, aber eine an sich einfache Sache wird unnötig verkompliziert ohne einen konkreten Vorteil zu bieten. Zumindest sehe ich keinen.

Sehe ich auch so. Ich habe im Zweifel auch eine realistischere Einschätzung zu den möglichen Flügen / Woche für eine bestimmte Strecke, als die damit verbundene Auslastung.

F/A und Kapitalkosten

Hier wäre ich für eine Variable, bei der man die Evaluation manipulieren kann. Das ermöglicht auch den Abgleich unterschiedlicher Szenarien. Ich könnte mir gut drei Parameter Pax/FA, Kapitalkostenab/-aufschlag und Bestuhlungsdichte (als Universalparameter auch zur Auslastung) gut vorstellen. Das ganze kann dann für weniger experimentierfreudige ja mit Standardparametern ie. 50/100%/100% hinterlegt sein.

Im Übrigen finde ich die Vorschläge gut und gerade auch für den Cargobereich hilfreich.

@all bzgl. Umläufe:

Ja, theoretisch sind Flüge/Woche und prozentuale Auslastung der Maschine das selbe. Praktisch aber nicht. Wenn man es wie heute macht, dass die maximal mögliche Anzahl an Flügen für die gewählte Route verwendet wird, mag das für Kurz- und vielleicht Mittelstrecken einigermaßen hinhauen, weil selbst bei verschiedenen Destinationen die Flugzeiten ähnlich sein werden und Geschwindigkeitsunterschiede und dergleichen idealerweise nicht so sehr ins Gewicht fallen. Aber gerade bei Langstrecken können diese Werte komplett daneben liegen. Erlaubt man anteilige Flüge (als z.B. 12,74 Flüge/Woche) kann man mit dem Wert praktisch nichts anfangen, da er logischerweise alle Planungsrealitäten missachtet. Selbes gilt, wenn man die Anzahl der Flüge auswählbar macht: Eine optimale Auslastung einer Maschine, zum Beispiel zwischen Nachtflugverboten o.ä., erreiche ich in der Praxis indem ich verschiedene Fluglängen kombiniere, bei Langstrecken braucht man oft kurze Anschlüsse für Widebodies um die Maschine besser auszulasten.

Der prozentuale Wert hat selbstverständlich all diese Schwächen ebenfalls, aber er gaukelt einem immerhin keine falschen Wahrheiten vor.

Als Hilfestellung könnte man die Blockzeiten-basierte Auslastung der eigenen Maschinen in der Flottenverwaltung anzeigen. Damit wird die Auswahl eines prozentualen Wertes weniger willkürlich.

@sk bzgl. Kapitalkosten:

Ja, der kg-Index würde in so einem Beispiel theoretisch sinken. In der Praxis wäre es hier vermutlich sinnvoll, das Minimum von MPL und maximal möglicher Zuladung nach Pax-/Frachtkapazität zu verwenden.

Es mag ja sein, dass man mit der prozentualen Auslastung eine genauere Planung vornehmen kann, weil eben Ergänzungsflüge mit berücksichtigt werden. Nur klingt das für einfach zu kompliziert, als dass es für eine breite Spielerschicht nützlich wäre. Denn um eben jene "falsche Wahrheiten" zu vermeiden braucht man einiges an Erfahrung oder eben eine konkrete Ablesemöglichkeit. Die muss dann aber auch für jene Spieler funktionieren, die gerade am Anfang ihrer "Karriere" stehen. Hier die Auslastung in der Flottenverwaltung anzuzeigen reicht nicht, es sei denn, man nimmt in Kauf neue Spieler zu benachteiligen. Und eine Maske anzulegen, nur um solche Fälle abzufangen erscheint mir vom Standpunkt der Komplexität ebenfalls nicht dienlich. In meinen Augen sollte das Evaluierungswerkzeug einfach bleiben. Die maximal möglichen Flüge als Fixwert festzulegen hilft tatsächlich oftmals nicht, variable Werte hingegen erlauben den direkten Vergleich (für den das Werkzeug wohl am häufigsten verwendet werden dürfte) und sind einfach zu begreifen. Sie machen zwar das errechnen der maximalen Produktivität oder die Ermittlung des effizientesten Flugzeugtyps für ein konkretes Szenario schwieriger, vereinfachen dafür aber die Darstellung grundsätzlicher Unterschiede. Bedenkt man die Komplexität des Spieles an sich ist das gerade aus Einsteigersicht die wohl wünschenswertere Variante. Die Experten müssen dafür eben, wie bisher auch, per Hand rechnen. 

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Ja, der kg-Index würde in so einem Beispiel theoretisch sinken. In der Praxis wäre es hier vermutlich sinnvoll, das Minimum von MPL und maximal möglicher Zuladung nach Pax-/Frachtkapazität zu verwenden.

Ja, nach kg berechnete Kosten sind nicht zielführend, da ja - wie bereits gesagt - eine 739 HGW einer BGW gemäß kg-index haushoch überlegen wäre. Deshalb sehe ich keinen Weg vorbei an unterschiedlichen Sitztypen und deren Platzbedarfen.

Was hältst du von meiner weiter oben vorgeschlagenen Rechenweise?

Ich sehe ein, dass die Rechnung mit allen neuen Sitzen und deren individuelle Berechnung für die einzelnen Kabinen zu aufwändig ist.

Aber es sollte ein Weg gefunden werden, Payload-beschränkte mit unbeschränkten Typen auf “realistischen” Konfigurationen vergleichbar zu halten.

Mal so als Idee: warum nicht weg von tatsächlichen Sitzen und hin zu nur zwei wählbaren Varianten. Eine nach absolutem Max., die andere abhängig von der “payload- beschränktesten” Maschine in der Auswahl.

Es mag ja sein, dass man mit der prozentualen Auslastung eine genauere Planung vornehmen kann, weil eben Ergänzungsflüge mit berücksichtigt werden. Nur klingt das für einfach zu kompliziert, als dass es für eine breite Spielerschicht nützlich wäre. Denn um eben jene "falsche Wahrheiten" zu vermeiden braucht man einiges an Erfahrung oder eben eine konkrete Ablesemöglichkeit. Die muss dann aber auch für jene Spieler funktionieren, die gerade am Anfang ihrer "Karriere" stehen. Hier die Auslastung in der Flottenverwaltung anzuzeigen reicht nicht, es sei denn, man nimmt in Kauf neue Spieler zu benachteiligen. Und eine Maske anzulegen, nur um solche Fälle abzufangen erscheint mir vom Standpunkt der Komplexität ebenfalls nicht dienlich. In meinen Augen sollte das Evaluierungswerkzeug einfach bleiben. Die maximal möglichen Flüge als Fixwert festzulegen hilft tatsächlich oftmals nicht, variable Werte hingegen erlauben den direkten Vergleich (für den das Werkzeug wohl am häufigsten verwendet werden dürfte) und sind einfach zu begreifen. Sie machen zwar das errechnen der maximalen Produktivität oder die Ermittlung des effizientesten Flugzeugtyps für ein konkretes Szenario schwieriger, vereinfachen dafür aber die Darstellung grundsätzlicher Unterschiede. Bedenkt man die Komplexität des Spieles an sich ist das gerade aus Einsteigersicht die wohl wünschenswertere Variante. Die Experten müssen dafür eben, wie bisher auch, per Hand rechnen. 

Du widersprichst dir da in meinen Augen teilweise selbst. Einerseits willst du es einfacher machen, andererseits beharrst du auf einer verwirrenden Kennzahl, die dem Spieler deutlich mehr Transferleistung abverlangt, als ein völlig neutraler, prozentualer Wert. Letztlich will man die Gesamtkosten einer Maschine vergleichen. So gesehen wäre eigentlich eine Maschinen-Auslastung überhaupt nicht notwendig: Bis auf Kapital und Personal sind alle Kosten direkt vom einzelnen Flug abhängig. Wir binden die Auslastung momentan trotzdem ein, um die tatsächlichen Kosten bzw. Margen pro Flug errechnen zu können.  Wenn ich im Tool wegen minimaler Geschwindigkeitsunterschiede mit Typ X 4 Umläufe pro Tag schaffe und mit Typ Y nur 3, dann habe komplett unterschiedliche Ergebnisse, obwohl ich bei Typ Y u.U. einfach einen weiteren Umlauf auf einer kürzeren Strecke einbinden würde. Anpassungen des Wartungsanbieters u.ä noch garnicht berücksichtigt. Für den "armen Anfänger" ist das m.E. deutlich schwerer zu begreifen als ein einstellbarer Wert mit dem er rumspielen kann und womit recht schnell klar wird, an welchen Punkten welche Maschinen Sinn machen.

Ja, nach kg berechnete Kosten sind nicht zielführend, da ja - wie bereits gesagt - eine 739 HGW einer BGW gemäß kg-index haushoch überlegen wäre. Deshalb sehe ich keinen Weg vorbei an unterschiedlichen Sitztypen und deren Platzbedarfen.

Was hältst du von meiner weiter oben vorgeschlagenen Rechenweise?

Ich sehe ein, dass die Rechnung mit allen neuen Sitzen und deren individuelle Berechnung für die einzelnen Kabinen zu aufwändig ist.

Aber es sollte ein Weg gefunden werden, Payload-beschränkte mit unbeschränkten Typen auf “realistischen” Konfigurationen vergleichbar zu halten.

Mal so als Idee: warum nicht weg von tatsächlichen Sitzen und hin zu nur zwei wählbaren Varianten. Eine nach absolutem Max., die andere abhängig von der “payload- beschränktesten” Maschine in der Auswahl.

Im Grunde hatte ich die "Lösung" ja schon mitgeliefert. Man nimmt das Minimum von MPL bzw. (Maximale Pax * 95kg + MCL) und schon sind die Maschinen vergleichbar. Sortenreine Bestuhlungen wären natürlich weiterhin möglich (sprich, einfach das Tool lassen wie es ist und die neuen Sitze anbieten). Die Frage ist aber ja eben, ob das sinnvoll ist :)

Mein Widerspruch liegt nur in deiner Betrachtungsweise, so wie ich deine Sichtweise absolut nicht nachvollziehen kann, weil ich der Meinung bin, dass eine konkrete Zahl wie “Flüge pro Woche” gerade für Einsteiger viel greifbarer ist als eine abstrakte Zahl wie “Auslastung der Maschine in Prozent”. Vielleicht kommt die unterschiedliche Sichtweise deswegen zustande, weil ich nicht nach der maximalen Auslastung der Maschine strebe, sondern nach der maximalen Auslastung innerhalb eines vorgegebenen Systems (meines Hubsystems, so wie es auch den Anfängern immer wieder empfohlen wird), und daher die Zahl der Flüge nicht durch die Verfügbarkeit der Maschine selbst, sondern in bestimmenderen Maße durch die Zahl der Flüge definiert wird.

Insofern sollte die wesentliche Erkenntis unseres Austausches sein, dass die Herangehensweise zu unterschiedlichen Ansprüchen führt und ein Weg, alle unter einem Hut zu bringen, besser ist als jede Insellösung für nur eine Zielgruppe (wie auch immer die aussieht).

Ist es nicht so wie so viel sinnvoller, das Performance-Tool zu nutzen? Ich habe das Gefühl ich bin damit immer besser durch gekommen.

Um hier einen kurzen Status zu geben:

Da die Diskussion hier nicht wirklich zu einem eindeutigen Ergebnis geführt hat, werde ich in jedem Fall zunächst das aktuelle MET beibehalten und schlicht auf die neuen Sitze umstellen. In Schritt zwei werde ich es etwas aufbohren, um auch Fracht in die Evaluierung mit einzubeziehen. Da es hier mit einer einzelnen Auslastung nicht mehr wirklich getan ist, werde ich wahrscheinlich die fixen Auslastungsschritte aus der Tabelle entfernen und stattdessen separat einstellbare Auslastungsfaktoren für Passagiere und Fracht anbieten, mit denen man rumspielen kann.

Schritt 1 will ich asap umsetzen (ggf. noch heute), bei Schritt 2 muss ich schauen wann ich es in meinen Zeitplan kriege, da die Woche vor Weihnachten jetzt schon maßlos überbucht ist. Danke für euer Verständnis :)

Keine Hektik. Auch wir haben demnächst Weihnachten. :wink:

Hallo lieber Martin, 

wäre toll, wenn auch noch Maschinen in betagterem Alter vergleichbar wären. Das ist m. E. der größte Makel an der Evaluierung. Vielen Dank!

Antares

Ich hab gerade mal die CRJ 1000 Varianten verglichen, dabei viel mir auf, dass bei allen drei Maschinen die gleichen Kapitalkosten zu Grunde liegen. Ich hatte bislang angenommen, dass der hier dargestellte Wert aus dem Kaufpreis abgeleitet wird, was hier nicht zusammen passt.

Hab ich da irgendwas falsch verstanden?