Neue Fluginformation: Deckungsbeitragsrechnung

Ich pushe nur ungern mein Thema, aber will nach dem neuen Mindestpreisen doch darauf hinweisen, dass der Mindestpreis Cargo stellenweise auch weiterhin unter dem Standardpreis liegt. Also entweder müsste also der Mindest- oder der Standardpreis wohl nochmal in die Hand genommen werden. Andernfalls rutschen sicher einige auch weiterhin unbeabsichtigt hier rein.

(Mir ist klar, dass das kein sehr dankbares Thema ist. Sorry!)

Mindestpreis unter Standardpreis ... und was ist da jetzt falsch dran?

Mindestpreis unter Standardpreis ... und was ist da jetzt falsch dran?

Ups. Andersrum natürlich. Der Standard- ist stellenweise unter  dem Mindestpreis.

Hast Du dazu ein paar Beispiele? Wir sind derzeit sowieso an Berechnungen zum Standardpreis - evtl. lässt sich das korrigieren.

Hast Du dazu ein paar Beispiele? Wir sind derzeit sowieso an Berechnungen zum Standardpreis - evtl. lässt sich das korrigieren.

Hab es heute morgen nicht mehr gefunden. Werd mich aber morgen noch mal auf die Suche machen. Gefühlt rückt der Mindestpreis je kürzer die Strecke und je größer das Verhältnis Cargo:Pax näher an den Standartpreis. Und da wird es glaub bei manchen Kombinationen eng. Ich schau mir das aber wie gesagt noch mal an.

Dafür hatte ich auf der Strecke BEY-MAN bei einer 738 einen Mindestpreis von 25 bei Fracht. Das kann auch nicht richtig sein, oder?

Als ich die letzten Beiträge gelesen habe ist's mir wieder eingefallen...

Vor ein paar Monaten hatten wir ja schon mal das Thema Mindestpreis und das Problem der payload-beschränkten Maschinen. Hatte ich total vergessen...

Eine Umlage über das MPL führt bei einer 739 BGW z.B. dazu, dass der Frachtraum pozentual höher belastet wird, als der einer 739 HGW - obwohl in der Kabine die gleichen Sitze verbaut sein können (wenn ich etwas "bessere" Sitze verwende) - bei identischer Bestuhlung kann demnach die Kabine einer BGW günstiger produzieren als die einer HGW, wärend es im Frachtraum genau anders herum ist. Das sollte eigentlich nicht sein.

Wir hatten - denke ich - in der "alten" Lösung deshalb ein rechnerisches Payload verwendet. Also eines, dass sich aus der maximalen Kabinenkapazität+Fracht errechnet. Faktisch nicht ganz "sauber", aber auf die äquivalente Umlage der Sitzgrößen gesehen praktikabel.

Im Falle der 739BGW hieße das also: 220Pax*95kg/Pax+20FE*100kg/FE = 22.900kg. Aktuell werden wohl die tatsächlichen 17.830kg angesetzt, was den Frachtraum mit 11,2% belastet. Mit dem rechnerischen MPL sind's 8,7%. Hört sich nicht viel an, macht aber durchaus knappe 30% Unterschied beim Mindestpreis Fracht (ohne Logistik)

Kann es also sein, dass dir der Mindestpreis>Standard bei einer 739 BGW untergekommen ist?

Kann es also sein, dass dir der Mindestpreis>Standard bei einer 739 BGW untergekommen ist?

Da bin ich mir sogar recht sicher. Nur wiederfinden müsste ich sie noch. Ich hatte zwei direkt nacheinander. Gerade kommen ein paar zeitaufwendige Dinge gleichzeitig, bin aber dran.

Beispiel für nahe dran ...

CAI-BEY Standartpreis 62 ... hier fliege ich verschiedene 73-Muster. Mindestpreis variiert zwischen 51 und 57. 57 liegt eben schon nahe an 62.

Und ha! da ists ...

BEY-DAM Standart 46

Mindestpreise:

737-700 BGW 46

737-900 HGW 47

BEY-AMM Standart 46

737-800 HGW 49

737-700 HGW (w) 51

737-900 HGW ER (w) 46

737-800 BGW 37

Ich hab's noch nicht kapiert warum.

Es macht eigentlich alles schon Sinn: Ein Pax "wiegt" 95kg, eine Frachteinheit wiegt 100kg. Dennoch liegt der Standardpreis für Fracht bei lediglich 75% des Pax-Preises. Man könnte argumentieren, dass die Beförderung von Fracht in der Realität günstiger ausfällt, aber in AirlineSim ist dieser Unterschied im Wesentlichen durch die variablen Kosten abgedeckt. Das erklärt auch die Diskrepanzen bei "Standardpreis vs. Mindestpreis", weil der Mindestpreis nunmal auf den tatsächlich anfallenden Kosten basiert, während der Standardpreis eine "magische Zahl" ist. Die Standardpreise werden aber - wie sk schon angedeutet hat - momentan einer generellen Review unterzogen. Da wird sich also ziemlich sicher demnächst was tun.

Das kann ich nachvollziehen. Meine Kritik gilt insofern auch weniger dem jetzt angepassten Mindestpreis, der der Höhe nach aus meiner Sicht in Ordnung ist, sondern eben dem Standartpreis. Wenn dieser in der Überarbeitung ist (und ich glaube das ist auch bei Business und First notwendig) dann wird alles gut.

Dies bedeutet dann im Umkehrschluss, dass die neuen Mindestpreise für Fracht jetzt gesetzt sind. Oder kommt hier auch nochmals eine Überarbeitung?

Die Mindestpreise für Fracht mögen bei Nurfrachtern angemessen sein, bei Passagierflugzeugen aber oft leider nicht. Vor allem Langstreckenflugzeuge haben auch mit dem neuen Mindestpreis oft nur die Wahl zwischen leer/schlecht gebucht fliegen oder unter dem Mindestpreis anbieten.

Gerade da machen sie am meisten Sinn, denn die könnten die Fracht subventionieren über Passagiereinnahmen. Und das ist letztlich für die Betreiber von Nur-Frachtern nicht möglich.

In der Praxis ist die Unterflurfracht doch auch oft nicht ausgelastet ... insofern ist das garnicht so abwegig. Vielleicht feht es im Bereich Fracht aber auch an der Fracht, die standardmäßig Unterflur sonst einfach anfällt. Ganz ausgereift ist das nicht, was schon zu lasten der Unterflur geht. Mindestpreise unterschreiten ist zwar verständlich, aber eben nicht der richtige Ausweg.

Die neue Kostenrechnung zeigt eben sehr schnell die bisherige Subventionierung der Unterflurfracht, ist dabei aber vielleicht auch irreführend, da die Kosten hier aus Controlling Sicht nicht ganz korrekt abgebildet werden. Doch wie Jumper ja sagt, was zählt ist das unterm Strich, insofern ist der Teil-Db der Fracht auch nicht wirklich von Bedeutung-

Mindestpreisunterschreitung gehe ich eher von über 40% aus, wobei da viele nur in geringem Umfang drunter liegen. Ich habe Zweifel, ob hier eine Anpassung an der Auslastung etwas ändert. Bei 20% geschätzt wird es etwas ändern. Daher strenge ich die Diskussion ja auch an. Mir geht es natürlich um meinen Profit, aber eben auch um eine Planbarkeit, weil mich das Thema zunehmend auch Zeit kostet.

Das Problem liegt, meiner Meinung, nicht im Preis, eher im Frachtvolumen. Es ist doch komisch, dass die Paxe kein Gepäck mitnehmen…

Wenn man es weiter betrachtet, nimmt man immer Treibstoff für volle Beladung mit. Auf Dauer kann man so kaum Wirtschaftlich fliegen. Wenn ich mir meine Fernstrecke z.B. Kmg-Lax angucke, fliege ich mit 245 Pax Gewinn ein, das wird aber wegen fehlender Fracht, aufgefressen. Am Ende statt Gewinn also Verlust.

Gehe ich jetzt mal davon aus das jeder Pax 20 Kg Gepäck mitnimmt, sollte jedoch allein dadurch 49 FE weg sein.

Ihr schweift ab. Mit dem ursprünglichen Thema hat das nun wirklich nicht mehr viel zu tun.

Wenn ihr das Thema diskutieren wollt, denkt bitte darüber nach, ob ein extra Thread nicht besser geeignet wäre. 

Vielleicht wäre es mal eine Maßnahme die Frachtdisponenten an die transportierte Fracht und nich an die Kapazität zu koppeln. Sicher, Puffer braucht es, aber kein klar denkender Mensch würde Disponenten für 100% Kapazität beschäftigen, wenn er nur 80% Auslastung hat.

Die Flugbegleiterkosten sind doch im Mindestpreis der Fracht nicht mit drin, oder? Wenn doch, ist das natürlich Unfug. Macht aber wahrscheinlich auch nicht viel aus.

Ansonsten vermute ich auch, dass der Mindestpreis aktuell immernoch zu stark belastet wird. Für meine Cargo-Airline finde ich das natürlich prima, fair aber nicht unbedingt. Ich denke ein Korrekturfaktor wäre nicht unangemessen.

Wenn wir über den DB V sprechen sind wir noch on-topic. Gut!

Ich denke es geht bei der DB-Rechnung weniger darum, ob nun Fracht rot ist oder nicht. Kritischer sehe ich, dass die PAX bei einer sinnvollen Verteilung weniger grün sein müssten. Das stört mich aus PAX Sicht bei der aktuellen Rechnung weit mehr, da diese zu gut dargestellt werden. Warum dich die DB-Rechnung bei Fracht für eine PAX-Maschine stört, kann ich nicht nachvollziehen. Das ist eben ein Kostenberg, egal ob ich's nun seh oder ihn irgendwo sinnvoll verteile.

Ich mache dann mal zu hier.

Mitgenommen habe ich noch:

  • Dass F/As mit auf die Fracht verteilt werden ist natürlich ein Fehler. Wird gefixt.
  • Die maximal zulässige Pax-Kapazität für das "Gewicht" der Passagierkabine zu verwenden statt selbiges aus der "MPL - Frachtkapazität" zu errechnen klingt einleuchtend. Wird vermutlich so umgesetzt.

Abgesehen davon ist die Berechnung der Zuschläge - wie in der Realität - eine Frage der persönlichen Vorliebe und der betriebswirtschaftlichen Schule, in der man gelernt hat. Von "sinnvoller" oder "nicht sinnvoller" Verteilung zu sprechen ist der Diskussionskultur also nicht förderlich. Abgesehen davon haben diese Diskussionen wie gesagt nichts in einem Thread zu suchen, in dem es um die grundsätzliche Umgestaltung der Fluginformationen ging. Für die Diskussionen von Einzelpunkten bitte ich euch erneut, entsprechend spezifische Threads zu eröffnen.

Vielen Dank.