Eine solche Konstellation ist weder mit dem alten ORS noch dem neuen DS ohne weiteres umsetzbar. Wir generieren unsere relativen Aufkommensdaten weiterhin (alle paar Jahre) aus echten Flugplandaten, die dann nach etwas Datenpflege (ungefähr) auf länder-basis aggregiert werden. Das heißt das Verhältnis von Passagieren die von Land A nach Land B statt nach Land C wollen stammt aus den Flugplandaten. Die absolute Menge kommt von den Flughäfen.
Bei Mahe gibt es da gleich mehrere Probleme:
- Der Flughafen an sich ist nicht gerade riesig, das absolute Aufkommen ist also von vorne herein relativ niedrig.
- Die Kapazität, die in der Realität zwischen Deutschland und den Seychellen angeboten wird, ist im Vergleich zu andern Ländern gering. Das heißt, die Chance, dass ein Passagier aus Frankfurt auf die Seychellen will, ist ebenfalls niedrig.
- Der echte Traffic auf die Seychellen wird sehr von Tourismus dominiert, das heißt es gibt schon bei den Ursprungsdaten ein paar Herausforderungen:
- Viel läuft über Charter/Urlaubsflüge, die nicht immer in den Flugplandaten auftauchen.
- Es gibt saisonale Schwankungen, das heißt es hängt vom Zeitpunkt unseres (sehr teuren) Flugplan-Dumps aus, ob und welche Relationen auftauchen.
- Eigentlich Teil von von Punkt 2 weiter oben, aber touristische Verbindungen fliegen häufig unregelmäßig, zum Beispiel ein oder zwei Mal pro Woche zu den An-/Abreisetagen, so dass vielleicht ein A330 fliegt, aber die Kapazität eben doch nur ein Siebtel einer “regulären” Verbindung beträgt, die täglich bedient wird.
Lange Rede, kurzer Sinn: Langfristig wird sich ein solches Verkehrsmuster nur abbilden lassen, indem das Aufkommen gänzlich anders generiert wird und/oder mehr Aspekte des echten Tourismusbetriebs abgebildet werden. Bis dahin bleiben Hubs in AS wohl oder übel relativ wichtig.
Nicht unbedingt schlecht, dass das schwerer geworden ist. Ich würde behaupten, bisher war es zu leicht. So oder so liegt das aller Wahrscheinlichkeit nach an der veränderten Budgetberechnung der Passagiere, die nun keinen “Aufschlag” für lange Verbindungen bezahlen. Dem kann man aktuell nur durch sehr niedrige Preise auf den Einzelsegmenten begegnen, da Fares noch nicht umgesetzt wurden. Diese stehen daher relativ hoch auf meine To-Do-Liste.